1. Was ist Zucker
Das süss schmeckende, kristalline Pulver besteht aus zwei Bestandteilen. Dem Fruchtzucker und dem Traubenzucker, er wird auch als Haushaltzucker bezeichnet und aus Zuckerrohr, sowie der Zuckerrübe gewonnen. Haushaltszucker gehört zu den leeren Kohlenhydraten, da er weder Vitamine noch Mineralstoffe enthält.
Im Mittelalter war Zucker in Europa ein Luxusgut. Er wurde zu unglaublich hohen Preisen aus dem Nahen Osten importiert. Mit dem Aufbau der Zuckerrohrplantagen in Amerika, wurde immer mehr Zucker nach Europa gebracht und der Preis senkte sich massiv. In Europa entstand ein regelrechter Zuckerboom. Der jährliche pro Kopfverbrauch in England stieg ab dem 17. Jahrhundert in 200 Jahren von null auf acht Kilogramm… [1]
In Europa entwickelte sich die Zuckerproduktion aus Zuckerrüben im 19. Jahrhundert.
2. Welche verschiedenen Zuckerarten gibt es
Kohlenhydrate in Form von Zucker sind nicht essentiell (müssen nicht über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie selber produzieren kann) und liefern Energie in Form von Kalorien. Weitere Infos zu den verschiedenen Kohlenhydraten sind auch über diesen Link zu finden.
3. Wo ist Zucker enthalten
Für jedes Lebensmittel sind die enthaltenen Nährwerte in Tabellenform auf der Verpackung aufgelistet. Zucker gehört, wie im 2. Abschnitt beschrieben, zu den Kohlenhydraten. Daher ist es in der Nährwerttabelle unter Kohlenhydrate zu finden. Der Anteil an Zucker wird nochmals separat ausgewiesen. In diesem Bericht wird das Augenmerk auf diesen Zuckeranteil gelegt.
Der Zuckeranteil ist in vielen verarbeiteten Lebensmitteln hoch. Hier sind einige Beispiele für Lebensmittel mit hohem Zuckeranteil:
- Süssigkeiten und Desserts wie Schokolade, Bonbons, Kuchen, Kekse, Gebäck und Eiscreme
- Softdrinks und Fruchtsäfte
- Energydrinks und Sportgetränke
- Frühstückscerealien und Müsliriegel
- Fertigsaucen und Dressings
- Joghurt und Quark mit Fruchtzusätzen
- Fertiggerichte und Tiefkühlprodukte
4. Welche Krankheiten begünstigt der Zucker
Hier lohnt sich ein Blick zurück auf die Geschichte der Menschheit und die Ernährungsgewohnheiten unserer Vorfahren. Früher (vor 30’000 Jahren) war Zucker ein knappes Gut und nur in reifen Früchten enthalten. Da war es sinnvoll, sich den Bauch vollzuschlagen. Solche Gelegenheiten waren selten… Diese Gewohnheit aus früheren Zeiten ist in unseren Genen gespeichert. Heute leben wir im Überfluss an Zucker, trotzdem besitzen wir noch immer diesen Instinkt möglichst viel Energie zu uns zu nehmen. [2] Ein übermäßiger Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Der Zuckerverbrauch in der Schweiz beträgt ca. 100 g pro Tag für einen Erwachsenen. Die WHO empfiehlt 50 g pro Tag. [3]
Nachstehend sind einige Krankheiten, die durch einen hohen Zuckerkonsum begünstigt werden können aufgelistet:
- Übergewicht (Adipositas), Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthrose, Osteoporose und Krebs
- Krankheiten des Nervensystems z.B. Multiple Sklerose
- Krankheiten des Bewegungsapparates z.B Rheuma
- Zahnkaries und Parodontitis
- Nicht alkoholische Fettleber
5. Welche Ernährung wäre korrekt
Es ist wichtig, den Zuckerkonsum zu kontrollieren und eine ausgewogene Ernährung mit wenig zugesetztem Zucker zu fördern, um das Risiko für diese Krankheiten zu verringern. Grundsätzlich sollen leere Kohlenhydrate durch komplexe Kohlenhydrate ersetzt werden. Weitere Infos zu den verschiedenen Kohlenhydraten sind auch über diesen Link zu finden. Die allermeisten verarbeiteten Lebensmittel (Fertigprodukte, Fastfood, Süssigkeiten, etc.) besitzen einen hohen Zuckeranteil und sollten in geringem Mass konsumiert werden. Des Weiteren lohnt sich ein kurzer, informativer Blick auf die Nährwerttabelle des jeweiligen Lebensmittels. Zudem kann bereits der Verzicht auf Süssgetränke einen grossen, positiven Einfluss auf die zugeführte Zuckermenge haben.
Quellen:
[1] Yuval Noah Harari, «Eine kurze Geschichte der Menschheit», (2013), S. 331-332.
[2] Yuval Noah Harari, «Eine kurze Geschichte der Menschheit», (2013), S. 48-49.
[3] Bundesamt für Lebensmittelsicherheit: Zuckerreduktion (Stand 21.02.2023), https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrung/produktzusammensetzung/zuckerreduktion.html: (Stand 05.07.2023)
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